Silber ETF

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Investmentfonds. Dieser wird in Form eines Sondervermögens an einer Börse gehandelt wird. Ein ETF wird vorwiegend passiv verwaltet und bildet meistens einen zugrunde liegenden Index ab. Ein solcher Fonds ist in fast allen Anlageklassen verfügbar. Häufig kann man in Aktien, Rohstoffe, Anleihen, den Geldmarkt und Kreditderivate investieren. Mit einem Silber ETF investiert man demnach in diesen Rohstoff. Der Vorteil einer Börsennotierung liegt darin, dass laufende An- und Verkaufskurse gestellt werden und nicht wie bei manch anderen Fonds nur Tageskurse. Damit verschaffen die laufenden Kursstellungen eine bessere Haltbarkeit.

Vor allem im Zuge der Gold-Euphorie der letzten Wochen und Monate, ist Silber als Vermögensanlage vernachlässigt worden. Allerdings wird Silber, im Gegensatz zu Gold, von großen Teilen der Industrie nachgefragt. Vor allem für die Elektroindustrie ist Silber aufgrund seiner sehr hohen Leitfähigkeit von großer Bedeutung. Das Edelmetall wird aber auch im Bereich der Pharmaindustrie zur Desinfektion verwendet. In der Metall gewinnenden Industrie fällt Silber als Nebenprodukt an. Daher führt eine steigende Nachfrage nicht zu einer erhöhten Produktion von Silber, da das Angebot weitgehend konstant bleibt.

Mit einem Silber ETF kann man jedoch von den stabilen Silberpreisen profitieren. Als Basiswert eines Silber ETFs liegt in der Regel ein Standardbarren von 30 Kilogramm Silber zugrunde. Ein Anteil an einem Silber ETF entspricht in der Regel ca. 3 Kilogramm Silber. Das bedeutet, die Anlage in ein Silber ETF hat einen realen Basiswert, der in dem Rohstoff beim Fondsanbieter hinterlegt ist. Der Gegenwert eines Fondsanteils entspricht dem Preis von drei Kilogramm des Edelmetalls auf Grundlage des Wertes eines Standardbarrens von 30 Kilogramm mit einem Feinheitsgehalt von 999/1000 zum Ausgabezeitpunkt.

Vor allem in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise sind Investitionen in Rohstoffe sehr beliebt. Ein Silber ETF gilt als sichere Alternative zu Zertifikaten, denn bei einem solchen ETF liegt physisches Silber als Grundlage bei der Bank. Im Gegensatz zu einem Silberzertifikat garantieren die Banken bei einem Silber ETF, dass das Edelmetall auch wirklich vorhanden ist. Vor allem im Insolvenzfall bietet die Investition in Silber ETF einen entscheidenden Vorteil, da es als Sondervermögen des Emittenten gilt und von dessen Gesamtvermögen abgetrennt ist. Wird also der Emittent eines Silber ETFs insolvent, werden zunächst die ETF-Anleger aus dem Sondervermögen bedient, während die Anleger von Zertifikaten ihr Geld erst nachfolgend aus der Insolvenzmasse erhalten.

Allerdings gilt es bei der Investition in Silber einiges zu beachten. Gold ist als Anlageobjekt, zum Beispiel in Form von Barren oder Münzen, seit dem Jahr 2000 in den Staaten der Europäischen Union von der Mehrwertsteuer befreit. Beim Kauf von physischem Silber in Barrenform schlägt der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent (Deutschland) zu Buche. Für Silbermünzen, die auch in Deutschland als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen sind, gilt der verminderte Steuersatz von sieben Prozent.

Die Besteuerung von Silberinvestitionen macht das Edelmetall als physisches Anlageobjekt relativ unattraktiv. Silber ETF bilden dagegen eine sehr gute Alternative, in das krisenfeste Edelmetall zu investieren. Denn bei einem Silber ETF fällt keine Mehrwertsteuer an und bietet somit eine gute Möglichkeit, sich am Silbermarkt zu beteiligen.

Weitere Rohstoffe:
Öl / Rohöl

Der Silber ETF Vergleich:


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