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Short ETF auf Gold – fallende Goldkurse

13. Januar 2010 Redaktion

Gold konnte in den letzten Monaten starke Kursgewinne verzeichnen, die unter anderem mit der Sicherheit eines Goldinvestments sowie dem Gold als „Krisenwährung“ erklärbar sind. Obwohl wirtschaftlich weitere Risiken bestehen und Gold als endlicher Rohstoff nur sehr begrenzt verfügbar ist, drohen beim Gold mittel- oder langfristig Korrekturen.

Um sich hiervor abzusichern, kann ein Short ETF auf Gold als Anlageinstrument genutzt werden. Diese Anlageform bezeichnet einen passiv gemangten Indexfonds mit Gold als Basiswert. Er ermöglicht das Investment in Rohstoffe, ohne diese physisch erwerben zu müssen. Der Indexfonds entwickelt sich als klassischer ETF analog dem zugrunde liegenden Basiswert. Steigt also der Goldpreis, steigt auch der Preis des ETF, wobei bei fallenden Kursen Verluste erzielt werden.

Ein Short ETF hingegen ist eine Möglichkeit, auch bei fallenden Kursen Gewinne zu erzielen. Dabei werden in erster Linie Leerverkäufe genutzt, bei denen nicht vorhandene Aktienwerte verkauft werden und bei tatsächlich fallenden Kursen später günstiger eingekauft werden können. Somit entwickelt sich der Short ETF auf Gold in die entgegengesetzte Richtung wie der Goldpreis. Fällt also der Preis, steigt der Kurs des Short ETF und Anleger erzielen Gewinne. Sollte sich der Kurs des Goldes jedoch nach oben bewegen, würden mit dem Short ETF auf Gold Verluste entstehen.

Ein Short ETF auf Gold ist damit die Möglichkeit, sich vor fallenden Goldkursen zu schützen und trotz sinkender Goldkurse zu profitieren. Eine ähnliche Möglichkeit besteht auch beim Handel mit Optionsscheinen, wobei hierfür die Termingeschäftsfähigkeit benötigt wird. Ein weiterer Vorteil der Short ETF auf Gold ist die Tatsache, dass es sich hierbei um Investmentfonds handelt, die auch bei einer etwaigen Insolvenz der Fondsgesellschaft als Sondervermögen geschützt sind.

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