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Ausfallrisiko von ETF: Full Replication

9. Dezember 2009 Redaktion

In der Regel sind die ETF (Exchange Traded Funds) als Geldanlage bekannt, wo der Anleger kein Emittentenrisiko tragen muss. Wie bei den klassischen Investmentfonds ist es auch bei den ETFs der Fall, dass die Fondsanteile des Anlegers als Sondervermögen verwahrt werden, was dazu führt, dass dieses Vermögen bei Insolvenz der Fondsgesellschaft nicht mit in die Insolvenzmasse mit einfließt. Dennoch gibt es auch bei der Anlage in ETF ein so genanntes Ausfallrisiko, doch was beinhaltet dieses und worin genau besteht dieses Risiko?

Wenn man von einem möglichen Ausfallrisiko bei den ETF spricht, muss man zwischen den zwei Arten von ETF unterscheiden, nämlich den Full Replication ETF und den Swap-ETF.

Full Replication ETF bedeutet nicht anderes, als dass der Fonds die Basiswerte, also zum Beispiel die Aktien eines Index, auch tatsächlich kauft und somit das Fondsdepot 100 Prozent mit der Zusammensetzung des Index übereinstimmt.
Bei diesen Full Replication ETF gibt es kein Ausfallrisiko jeglicher Art. Anders sieht es bei den ETF aus, die ihre Bestände durch Swaps oder andere Derivate gegen Kurs- und Währungsverluste absichern. Das Ausfallrisiko besteht also in der Hinsicht, dass ein Verlust durch das Investment in diese Swaps oder Derivate entstehen könnte, sei es durch einen Totalverlust in bestimmten Bereichen oder natürlich auch in der Hinsicht, dass der Emittent der Derivate selber insolvent wird und daher ein Ausfall in der Praxis vorhanden sein kann.

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