ETF mit Hebel
Bereits viele Anleger nutzen einen ETF (Indexfonds), um sich auf diese
Weise an der Wertentwicklung eines bestimmten Index zu beteiligen.
Die meisten Formen der ETFs bilden die Wertentwicklung des Index im
Verhältnis 1:1 nach. Steigt der Index also um beispielsweise
vier Prozent, so steigt auch der Wert vom ETF um vier Prozent.
Seit einiger Zeit gibt es zudem eine neue Form im Bereich der Exchange
Traded Funds, nämlich den ETF mit Hebel.
Das Besondere an diesem Indexfonds ist, dass die Entwicklung vom
Basisindex nicht nur im Verhältnis 1:1 nachvollzogen wird,
sondern der Wert vom ETF entwickelt sich überproportional im
Vergleich zum Index.
Beinhaltet der ETF zum Beispiel einen Hebel von zwei, dann steigt der
Wert des ETF beispielsweise um vier Prozent, wenn der Wert des Index um
zwei Prozent steigt.
Die Vor- und Nachteile vom Hebel ETF
Der Hebel bei einem ETF hat demnach die Funktion, dass der Anleger
überproportional an Gewinnen partizipieren kann, aber
natürlich auch bei Verlusten des Index
überproportional verliert, was man auf jeden Fall beachten
sollte.
Der Hebel an sich funktioniert dadurch, dass dem Anleger neben
dem eigenen investierten Kapital noch Geld geliehen wird, sodass er zum
Beispiel ein doppelt so hohes Kapital einsetzen kann, was dann den
Hebel von zwei erzeugen würde.
Der Vorteil liegt beim ETF mit
Hebel eindeutig darin, dass der Anleger
überproportional an
der Wertentwicklung des Index teilnehmen kann, ohne dabei selbst mehr
Kapital einsetzen zu müssen. Die Hebel liegen in der Praxis
meistens bei zwei oder vier.
Auf der anderen Seite ist es
natürlich bei fallenden Indexständen ebenso ein
Nachteil, dass man sich für einen ETF mit Hebel entschieden
hat.
Denn in diesem Fall wird der Anleger auch
überproportional an diesen Verlusten beteiligt, sodass der
Hebel ETF insgesamt deutlich risikoreicher ist als ein klassischer
Exchange Traded Funds.