CFD Handel
Definition von CFD
Unter dem Begriff CFD´s versteht man Differenzkontrakte, bei
denen die Differenz zwischen Kauf- und Verkauf eines Basiswertes als
Barausgleich ausgezahlt wird. Der Unterschied zum klassischen
Aktienkauf an der Börse besteht darin, dass beim CFD Handel der
Basiswert nicht tatsächlich erworben wird, die Kursentwicklungen
aber genau wiedergegeben werden können. CFD´s gehören
zur Gruppe der Derivate. Der CFD Handel unterscheidet sich vom
klassischen Terminhandel vor allem dadurch, dass CFD´s nicht
zeitgebunden sind. Allerdings ist es beim CFD Handel ebenfalls
möglich, sowohl auf steigende wie auch auf fallende Kurse zu
setzen und so in nahezu jedem Marktumfeld Gewinne zu erzielen. Da der
Basiswert beim CFD Handel nicht selbst erworben wird, müssen
Anleger beim Kauf eine Sicherheitsleistung in Form des Margins
hinterlegen. Diese Rücklage macht nur einen kleinen Teil der
eigentlichen Transaktion aus, wodurch sich ein Hebeleffekt ergibt,
durch den Gewinne, aber auch Verluste überproportional
möglich sind.
Der Handel mit CFD
Um im
CFD Handel aktiv zu werden, benötigen
Anleger ein Wertpapierdepot bei einem entsprechenden Broker. Diese
Broker arbeiten zumeist im Internet, so dass Orders schnell und bequem
von zu Hause ausgeführt werden können, um kurzfristig auf
Marktveränderungen reagieren zu können. Über spezielle
Plattformen kann dabei der CFD Handel auf Basis von Aktienwerten, aber
auch auf
Öl, Gold, Silber und Indizes erfolgen.
Vielfach nutzen diese Broker eine spezielle Handelssoftware, die
entweder per Download zur Verfügung steht oder aber über das
Internet genutzt werden kann. Zu den wichtigsten Anbietern für den
CFD Handel gehören derzeit die britische CMC Marktes, die
dänische Saxo-Bank sowie die IG Marktes.
Kosten des CFD Handels
Gebühren für die Einstellung einer
Order im CFD Handel
fallen in der Regel bei den Brokern nicht an. Lediglich im Bereich der
Aktien-CFD´s müssen Anleger mit Transaktionskosten rechnen,
die jedoch nur rund 0,05%, mindestens jedoch 5 Euro vom Wert des
Underlyings betragen.
Kosten für den CFD Handel fallen vielmehr im
Bereich der Spreads, also dem Unterschied zwischen Kauf- und
Verkaufskurs, an. Der Anleger kauft dabei in der Regel zum teureren
Briefkurs, der Verkauf jedoch ist nur zum geringeren Geldkurs
möglich. Je größer dieser Spread veranschlagt wird,
desto teurer ist die Anlage, denn desto länger benötigt der
Wert, um Gewinne zu erwirtschaften.
Die Höhe des Spreads orientiert sich in den meisten Fällen an
den vorliegenden Aufträgen des Brokers, üblicherweise
beträgt er zwischen 1-3 Punkten. Daneben können beim CFD
Handel zusätzlich Finanzierungskosten entstehen, wenn ein CFD
über Nacht gehalten werden. Inhaber eine Kauf-Option müssen
dabei Zinsen bezahlen, Short-Anleger hingegen erhalten Zinsen.
Angebote der Broker vergleichen
Wie bereits erwähnt, gibt es derzeit
verschiedene Broker, die sich auf den CFD Handel spezialisiert haben.
Da es jedoch eine Reihe Unterschiede gibt, sollten die Angebote
verglichen werden. So liegt der Mindesteinsatz für den CFD Handel
zwischen 1.000 – 3.000 Euro, auch der Hebel kann von 5:1 bis
100:1 reichen. Je höher der Hebel vereinbart werden kann, desto
höher sind die
Chancen am CFD-Markt, desto
höher ist aber auch das Risiko. Weiterhin unterscheiden sich die
Broker im Bereich der Kosten, vor allem in der Berechnung des Spread,
der Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. Diese Spanne sollte
möglichst gering sein. Letztlich sollten Anleger auch darauf
achten, welche Werte beim CFD Handel gehandelt werden können und
wie umfangreich das Angebot des Brokers ist.
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