CFD (Contracts for Difference)
Definition CFD
CFD, Contracts for Difference, gehören wie auch Futures oder Optionen zur Gruppe der derivaten Wertpapiere.
Allerdings handelt es sich bei CFD nicht um Termingeschäfte, da
sie keine vorher bestimmte, vereinbarte Haltedauer des Papiers
aufweisen. Es handelt sich dabei um den
Abschluss eines Differenzkontraktes,
bei dem der Anleger auf mögliche entstehende Kursunterschiede des Basiswertes wettet.
Da dieser Kontrakt laufzeitunabhängig ist, bildet er den Kurs des
Basiswertes nahezu 1:1 ab, ohne dass der Anleger diesen Wert selbst
erworben haben muss. Ziel ist es in jedem Fall, eine positive Differenz
aus Kauf- und Verkaufskurs des jeweiligen Kontrakts zu erzielen. Diese
Differenz wird Spread genannt. Je nachdem, welche Erwartungen der
Anleger an den Markt setzt, kann der
CFD sowohl long als auch short erworben werden. Somit können Anleger mit diesem Finanzinstrument auf sinkende wie auch auf steigende Kurse wetten.
Das Besondere beim Kauf von CFD ist die Notwendigkeit
einer Margin-Leistung, die der Anleger auf einem vom Broker zu
eröffnenden Margin-Konto hinterlegen muss. Schließlich
handelt es sich bei diesem Kontrakt um eine Art kreditfinanziertem Kauf
des Basiswertes. Dieser Betrag ist jedoch im Verhältnis zur
gehandelten Summe relativ klein, so dass ein Hebel-Effekt erzielt
werden kann. Sowohl Gewinne wie auch Verluste sind damit
überproportional möglich. Welcher Hebel im Einzelnen nur
Anwendung kommt, ist abhängig vom jeweiligen Broker, häufig
wird der Hebel bei 50:1 oder 100:1 festgesetzt. Bei einem Gewinn von
eigentlich einem Prozent kann der Anleger durch den Hebel einen
100%igen Gewinn und somit die Verdopplung des eigenen Einsatzes
erreichen.
Mögliche Basiswerte
Die
Basiswerte von CFD können sehr
unterschiedlich gestaltet sein. So ist es zum einen möglich,
einzelne Aktien als Basiswert zu nutzen, aber auch Aktien- oder
Rentenindizes, Anleihen sowie Rohstoffe und Devisen können als
Basiswert genutzt werden. Somit ermöglichen CFD eine gute Streuung
des Depots und eine Investition in verschiedene Assetklassen.
Der Handel der CFD
Der Handel von CFD erfolgt nicht direkt über die Börse,
sondern über einen Broker oder über eine Bank. Sie treten
dabei als Emittent oder Vertragspartner auf und wickeln die vom Kunden
gewünschten Aufträge ab. Viele dieser Broker arbeiten heute
online, so dass Depots ebenfalls online über den eigenen PC
verwaltet werden können. Dies hat natürlich den Vorteil, dass
der Handel mit
CFD deutlich günstiger
ist, als wenn der zugrunde liegende Basiswert direkt über die
Börse erworben werden würde. Die Broker bzw. die Banken
berechnen pro Trade lediglich eine Kommissionsgebühr, die sich
zwischen den Anbietern jedoch stark unterscheiden kann. Ein Vergleich
ist daher notwendig. Weiter Informationen zum
CFD Handel
Vor- und Nachteile von CFD´s
Die
Vorteile der CFD wurden bereits in den
vorangegangenen Abschnitten erläutert. So ist mit Ihnen zum einen
die Teilnahme am Kapitalmarkt mit relativ geringen Einsätzen
möglich, zum anderen sind die Kosten im Vergleich zum Kauf eines
Aktienfonds oder dem Direkterwerb an der Börse günstiger.
Anleger, die CFD´s nutzen, bleiben zudem flexibel, denn sie
können sowohl auf steigende wie auch auf fallende Kurse
spekulieren. Gleichzeitig ist das Verlustrisiko auf den Einsatz
beschränkt, eine Nachschusspflicht gibt es in den meisten
Fällen nicht. Auf der anderen Seite handelt es sich bei CFD
natürlich um hoch spekulative Geschäfte, die zwar
hohe Gewinnchancen, aber auch hohe
Verlustrisiken
bergen. Werden die CFD nicht, wie allgemein üblich, zur
kurzfristigen Gewinnerzielung genutzt, fallen bei längeren
Haltedauern mitunter zusätzliche Finanzierungskosten an. Letztlich
ist der Anleger beim Erwerb eines CFD natürlich nicht unmittelbar
am Basiswert beteiligt, bei einer Aktie entfallen somit auch das sonst
vorhandene Stimmrecht und das Anrecht auf Dividendenzahlungen.
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